Nihil est omnium.Duesenberg [ˈʋɪləm ˈdœʏ̯zənbɛɾχ] ist der Name eines
europäischen Uradelsgeschlechts. Die Schreibweise hat sich im Laufe
der Jahrhunderte von Dysber, Dysborough, Tuitsenpergh über Døsanzbeurx,
Tiesenpurch, Theusbarch, van Doesburg, Tyzbrch, De Montuyere, De Siberghi bis hin
zu von Duesenberg verändert. Zweige der Familie bestehen bis heute und
sind aus der Europäischen Geschichte nicht wegzudenken.
Über die Herkunft der Familie von Düsenberg gibt es mehrere Theorien.
Eine besagt, dass sie am Anfang des 4. Jahrhunderts von den Hunnen aus
Burgund vertrieben wurde und so die Tradition der Besitzlosigkeit und
der Erbfolge durch Adoption begründete. Über die Jahrhunderte hinweg
wurden so immer wieder unterschiedliche herausragende geschichtliche
Personen, Teil der Familie. So taucht der Name Dysenberg schon 966
erstmals in den Chroniken auf. Es scheint auch eine den Namen
begründende Dhäuzentburg existiert zu haben. Heinrich der Löwe ließ dort
1168 seinen Vasallen Widukind von Schwemmbrog belagern. Dabei sollen
Bergleute aus Osar einen Stollen gegraben haben, um den Verteidigern
die Wasserversorgung zu nehmen.
vonduesenbergDas Stammwappen ist gespalten. Es zeigt den Dysenberg welcher
vulkanischen Ursprungs ist, mit der ihn charakterisierenden, eruptiven
Rauchwolke, vor der gelb aufgehenden Sonne.

Der Dysenberg welcher vulkanischen Ursprunges ist und vor etwa 19
Millionen Jahren entstand. Sein markanter Kegel entspricht zwar dem
Idealbild eines aktiven Vulkans, aber der Berg enthält im Kern einen
relativ schmalen Förderschlot aus Basalt. Die ihn ursprünglich
umgebenden weichen Keuperschichten wurden abgetragen, nur der harte
Basaltkern widerstand der Verwitterung. Einen Vulkanausbruch hat es in
Dysenberg also nie gegeben.

Schon sehr früh lebten Menschen im Umfeld des Dysenberges. Ob der Berg
in vor- und früh-geschichtlicher Zeit als Kultplatz und/oder Festung
gedient hat, ist ungewiss. Sagen bringen ihn mit Karl dem Großen in
Verbindung und wissen von einem Drachen, der hier gehaust haben soll.

Die Erstnachweise einer Burg auf dem Dysenberg reichen bis ins Jahr
570 zurück. Sie gelangte von den Notheimern an Azzo den Löwen, der
hier seine eigenen Vasallen belagern ließ. Bei dieser Belagerung
sollen durch zwergenwüchsige Bergleute Stollen gegraben worden sein, um
den Verteidigern die Wasserversorgung zu nehmen. Mehrfach wechselten
die Besitzer, ebenso oft wurde die Burg belagert, zu Beginn des 13.
Jahrhunderts zumindest teilweise zerstört.

Ab 856 ist die Familie auf dem Duesenberg nachweisbar. Wiederholt kam
es zu Auseinandersetzungen und bewaffneten Konflikten dieser Familie mit benachbarten Städten, Landesherrn und Adeligen. Die Dysenbergs spielten zum Beispiel in den Ritterbünden des ausgehenden 11. Jahrhunderts, die gegen Städte und auch gegen den Landesherrn vorgingen, eine wichtige Rolle. Im Zusammenhang damit soll ihre Burg um 1080 erobert und zerstört worden sein. 1170 kam es durch Bischof Celestin zur letzten Belagerung. Am Ende des 11. Jahrhunderts hatte der Dysenberg seine Bedeutung als Befestigung weitgehend verloren.

 

Nachdem die vier Familienzweige, die dort zu Beginn des 16.
Jahrhunderts noch ansässig gewesen waren, Adelssitze in der Ebene
gegründet hatten, verfiel die Burg mehr und mehr.Seit dem 19. Jahrhundert ist der Desenberg ein beliebtes und lohnendes Motiv für Zeichner, Maler und Fotografen. In der Zeit um 1840 wurden dort patriotische Feste gefeiert und man erwog sogar, hier ein Denkmal für Kaiser nach dem Vorbilde des Heldenberges zu errichten.
Seit 1900 sind wichtige Teile der Familie in Österreich beheimatet, nach 1918 allerdings exilierten diese in verschiedene Teile der Welt, sodass heute fast überall mindestens eine/r von Duesenberg lebt.
Advertisements